Munich Startup
Lilium: Testflüge erfolgreich absolviert

Lilium: Testflüge erfolgreich absolviert

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

22. April 2017

2 Min. Lesezeit

Nachdem das Münchner Startup Lilium Aviation Ende letzten Jahres verkünden konnte, dass die Londoner Investmentgesellschaft Atomico des Skype-Mitgründers Niklas Zennström mit 10 Millionen Euro in das Unternehmen einsteigt, folgt nun die nächste Erfolgsmeldung: Die ersten Testflüge des ultraleichten Elektro-Flugzeugs konnten erfolgreich absolviert werden.

Es fliegt! Mit einer Reihe von Testflügen konnte Lilium den Beweis erbringen, dass die Technologie ihres Fluggeräts funktioniert. Zwar  stieg der  Prototyp — ein 2-Sitzer bestehend aus einer Carbon-Kapsel  mit zwei Flügeln, auf denen 36 Triebwerke sitzen — noch ohne Passagiere in die Luft, Lilium Co-Gründer und CEO Daniel Wiegand wertet das dennoch als wichtigen Meilenstein:

“Seeing the Lilium Jet take to the sky and performing sophisticated maneuvers with apparent ease is testament to the skill and perseverance of our amazing team. We have solved some of the toughest engineering challenges in aviation to get to this point. The successful test flight programme shows that our ground – breaking technical design works exactly as we envisioned. We can now turn our focus to designing the five seater production aircraft.”

Die Entwicklung eines  5-Sitzers macht Sinn, soll das Fluggerät doch letztendlich als Air Taxi eingesetzt werden. Gute Aussichten vor allem für Pendler im Berufsverkehr, die mit einem Fluggerät in der Regel fünfmal schneller unterwegs sein könnten als mit einem Auto.  Daniel Wiegand meint dazu in einem Interview mit Munich Startup:

„Wir wollen sowohl den urbanen Einsatz als auch zwischen den Städten. Mit heutigen Batterien sind rund 300 km Reichweite möglich. Eine Region wie Bayern kann man damit gut verbinden und im Grunde zu einer Metropole machen: Von München aus erreicht man die größten Teile Bayerns in einer halben Stunde.“

Wie die Süddeutsche Zeitung anmerkt, ist allerdings noch offen, ob die Lufttaxis überhaupt in Deutschland zugelassen werden, da der Luftraum hierzulande streng reglementiert ist. Daniel Wiegand blickt dagegen eher positiv in die Zukunft: Das Fluggerät von Lilium befinde sich bereits im Zulassungsverfahren, die Möglichkeit des spontanen Fliegens wird seiner Meinung nach früher oder später kommen – alles eine Frage der Zeit. Wie gesagt: Gute Aussichten, vor allem für Pendler.

Zum Weiterlesen: „Air Taxi für jedermann: Interview mit Lilium-CEO Daniel Wiegand“

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