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Netme: Social-App für echte, spontane Begegnungen

Netme: Social-App für echte, spontane Begegnungen

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

October 6, 2025

3 min. read time

Munich Startup: Was macht Netme? Welches Problem löst Ihr?

Karim Yamani: Netme ist die Real-Life-Social-App, die Menschen wieder im echten Leben zusammenbringt. Während andere Plattformen NutzerInnen endlos auf Bildschirme fesseln, dreht Netme den Spieß um: Unser smartes Einladungssystem bringt Menschen spontan und lokal zu realen Begegnungen zusammen – ohne Swiping, ohne Smalltalk-Marathon, ohne Druck. Wir schaffen echte Begegnungen in einer zunehmend digitalen Welt.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Karim Yamani: Nicht so wie bei uns. Die meisten Apps setzen auf lange Chats, oberflächliches Swipen und unendliche digitale Interaktion. Wir dagegen verzichten bewusst auf Vorab-Chatten und legen den Fokus auf reale Treffen: Erst wenn beide Seiten eine Einladung annehmen, wird kurz vor dem Treffen ein temporärer Chat freigeschaltet. So entstehen Begegnungen, nicht Chatverläufe.

Die Gründungsgeschichte von Netme: Frust als Motivation

Munich Startup: Was ist Eure Gründungsstory?

Karim Yamani: Die Idee entstand aus einem persönlichen Schmerz: Wir waren frustriert, wie schwer es geworden ist, im echten Leben neue Menschen kennenzulernen – trotz, oder gerade wegen all der Apps da draußen. Also haben wir 2017 Netme gegründet, um Technologie wieder dafür einzusetzen, wofür sie eigentlich da ist: Menschen verbinden.

Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?

Karim Yamani: Der schwierigste Teil war es, konsequent gegen den Mainstream zu denken. Unser Konzept widerspricht klassischen App-Logiken wie endlosem Engagement oder gamifiziertem Swipen – was es schwerer macht, InvestorInnen und PartnerInnen von Anfang an zu überzeugen. Außerdem war der technische Aufbau unseres Einladungssystems komplexer als erwartet. Doch genau diese Klarheit im Konzept ist heute unsere größte Stärke.

Erste NutzerInnen, Finanzierung und hybrides Geschäftsmodell

Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?

Karim Yamani: Wir haben unsere erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Unsere Beta-Version hat bereits über 1.000 NutzerInnen erreicht. Seit September 2025 ist unsere neue Version offiziell am Markt – mit starkem Wachstum, wachsender Sichtbarkeit und hoher Aktivität der NutzerInnen. Wir setzen auf ein hybrides B2C- und B2B-Modell: Premium-Funktionen für EndnutzerInnen und Kooperationen mit lokalen Marken und Locations.

In einem Jahr wollen wir in mehreren deutschen Großstädten aktiv sein und lokale Partnerschaften weiter ausbauen. In fünf Jahren wollen wir die führende Plattform für spontane reale Begegnungen in Europa sein – und zeigen, dass Social Apps Menschen wieder in die echte Welt bringen können.

Munich Startup: Wie habt Ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?

Karim Yamani: München ist für uns der perfekte Ort, um zu starten: ein starkes Netzwerk, viele offene Türen und Menschen, die bereit sind, neue Ideen zu testen. Gleichzeitig gibt es hier genug kritisches Feedback, um Produkte wirklich marktreif zu machen das hat uns enorm geholfen.

Munich Startup: Risiko oder Sicherheit?

Karim Yamani: Ganz klar Risiko – aber mit Sinn. Wir gehen bewusst neue Wege, weil wir überzeugt sind, dass echte Begegnungen das sind, was Menschen am meisten brauchen. Und weil wir wissen: Wer nichts wagt, schafft nichts Neues.

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