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Bitkom-Landkarte illustriert Vergabe-Chancen für Startups

Bitkom-Landkarte illustriert Vergabe-Chancen für Startups

Saskia Müller

Saskia Müller

Nach zwei erfolgreichen eigenen Gründungen und einer langjährigen Tätigkeit in der Presse- und Medienlandschaft verstärkt Saskia nun die Redaktion von Munich Startup.

12. Januar 2026

2 Min. Lesezeit

Mit der neuen Vergabe-Landkarte macht der Digitalverband Bitkom sichtbar, wie stark sich die Vergaberegeln in den Bundesländern unterscheiden und welche Chancen sich daraus für Münchner Startups ergeben. Die Karte zeigt, bis zu welchen Beträgen Behörden Aufträge ohne formale Verfahren vergeben dürfen. Sie liefert erstmals einen detaillierten Überblick über die sogenannten Direktauftragsschwellen.

Behörden in Bayern können bis zu 100.000 Euro direkt beauftragen, ohne ein zeitaufwändiges Vergabeverfahren durchführen zu müssen. Damit liegt Bayern deutlich über Ländern wie Sachsen, wo die Grenze bei nur 500 Euro liegt. Bayern schöpft aber die von der Europäischen Union erlaubte Höchstgrenze von 221.000 Euro nicht aus, wie zum Beispiel Baden-Württemberg.

Moderate Einstiegschancen in öffentliche Aufträge für bayerische Startups

Für Münchner Startups bedeutet das: Nach erfolgreichen Direktaufträgen bieten sich in Bayern weitergehende Verfahren wie Verhandlungsvergaben oder beschränkte Ausschreibungen an, beide mit einer Obergrenze von 221.000 Euro. Damit lassen sich auch größere Innovationsprojekte mit Verwaltungseinrichtungen oder kommunalen Betrieben umsetzen.

Ralf Wintergerst, Präsident des Digitalverbands Bitkom, kommentiert:

„Wer die Verwaltung digitalisieren will, sollte auch auf Innovationen von Startups setzen. Das bedeutet unter anderem, auf die besonderen Bedingungen von jungen Unternehmen Rücksicht zu nehmen und langwierige Vergabeverfahren zu vermeiden.“

Gerade für Münchner Startups, die in Bereichen wie GovTech, KI oder digitale Infrastruktur aktiv sind, kann die bayerische Regelung eine wichtige Grundlage sein, um den öffentlichen Sektor als Kunden zu gewinnen. Öffentliche Auftraggeber können auf diesem Weg neue Lösungen schneller testen und implementieren, wovon beide Seiten profitieren.

Bundesweite Startup-freundliche Vergaberegeln gefordert

Wintergerst fordert, die bestehenden Unterschiede zwischen den Ländern abzubauen:

„Unser Ziel sollte sein, bundeseinheitliche Vergaberegeln für Startups zu schaffen und den aktuellen Flickenteppich zusammenzuweben.“ 

Einheitliche Regeln könnten es Münchner Startups erleichtern, ihre Lösungen nicht nur lokal, sondern auch bundesweit in Verwaltungen zu bringen. Die Vergabe-Landkarte steht online auf der Website von Bitkom zur Verfügung und bietet eine interaktive Übersicht zu allen Landesregelungen. NutzerInnen können sich dort direkt informieren, welche Grenzwerte in ihrem Bundesland gelten und welche Verfahren für junge Unternehmen am besten geeignet sind.

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