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„Mehr Crowd als Funding“ – Crowdfunding-Tipps von Brot am Haken

„Mehr Crowd als Funding“ – Crowdfunding-Tipps von Brot am Haken

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

27. Februar 2019

3 Min. Lesezeit

Brot am Haken hatte eine einfache Idee, um Freude am Teilen in die Stadtgesellschaft zu bringen: Beim Bäcker um die Ecke kann jeder statt einer Brezen einfach zwei kaufen. Die bezahlte Breze wird als Bon an einen Haken gehängt. Jeder kann sich dieses Geschenk nehmen und einlösen. Mit einer Crowdfunding-Kampagne — unterstützt durch die Förderung der Stadt München — steigerte Brot am Haken seinen Bekanntheitsgrad. Mittlerweile gibt es das Konzept in über 50 Läden in und um München. Michael Regnet gibt in unserem Interview Tipps für andere Crowdfunder.

Bei vielen Crowdfunding-Kampagnen steht neben der Finanzierung der Markttest oder das Marketing im Vordergrund. Wie war das bei Euch?

Unser vorrangiges Ziel der Crowdfunding-Kampagne war die Steigerung unseres Bekanntheitsgrades, insbesondere in München. Da wir unser Fundingziel erreicht haben, konnten wir das sogar kostenneutral gestalten.

brot am haken

Ehrung im Rahmen des startsocial-Wettbewerbs (v.l.n.r.): Dr. Dieter Düsedau (Vorstand startsocial), Michael Regnet (Geschäftsführer Brot am Haken und unser Interviewgeber), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Michael Spitzenberger (Initiator & Vorstand Brot am Haken)Wie habt Ihr Euch auf die Kampagne vorbereitet und wo habt Ihr gute Unterstützung gefunden?

Wir haben drei Monate vor Kampagnen-Start mit der Vorbereitung begonnen. Sehr hilfreich war für uns dabei unser eigener ‚Crowdfunding-Think-Tank‘. Hier haben wir wichtigen Input von Crowdfunding- und Kommunikationsexperten im Rahmen eines von uns selbst organisierten Workshops erhalten. Gute Tipps gab es auch bei den Crowdfunding-Frühstücken.

„Crowdfunding: mehr Crowd als Funding“

Was war der hilfreichste Tipp, den Du in der Vorbereitung der Kampagne erhalten hast?

Die Erkenntnis, dass Crowdfunding mehr Crowd als Funding ist.

Was würdest Du anderen Gründern raten, die überlegen, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten?

Klärt, was Eure Ziele sind, neben dem Funding. Und definiert Eure Zielgruppe! Denn das ist der Ausgangspunkt für die Gestaltung der Kommunikation, insbesondere für das Video.

Wie konntet Ihr durch die Crowdfunding-Förderung der Stadt München profitieren?

Mit der Förderung konnten wir die Kosten für eine professionelle Produktion unseres Videos stemmen.

„Nachhaltig Bekanntheitsgrad steigern“

Welche nachhaltigen Effekte hatte die Kampagne? Und wie geht‘s jetzt bei Euch weiter?

Wir konnten nachhaltig unseren Bekanntheitsgrad steigern. Das ist messbar an der erhöhten Anzahl der Initiativanfragen von interessierten Bäckereien und durch die wachsende finanzielle Unterstützung durch Spender. Und generell: Mehr Menschen kennen Brot am Haken.

Unser Fokus ist nun, das Netz von ‚Brot am Haken‘-Brettern enger zu weben, um so die Idee von respektvollem Teilen und ‚Freude schenken‘ nachhaltig zu etablieren.

Michael, vielen Dank für das Interview und Deine Tipps!

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