Munich Startup
Decathlon übernimmt Mehrheit an Rebike

Decathlon übernimmt Mehrheit an Rebike

Saskia Doll

Saskia Doll

26. Januar 2026

3 Min. Lesezeit

Decathlon hat die Mehrheit am Münchner Startup Rebike Mobility übernommen. Der französische Sporthändler erwarb die Anteile über seine Venture-Capital-Gesellschaft Decathlon Pulse und baute damit seine bestehende Beteiligung weiter aus. Die Transaktion erhielt alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen, parallel flossen Rebike mehr als zehn Millionen Euro frisches Wachstumskapital zu.

Rebike Mobility gründeten Thomas Bernik und Sven Erger 2018 in München. Das Startup startete als Onlineplattform für hochwertige gebrauchte E-Bikes und etablierte sich als einer der Anbieter für professionell aufbereitete Premium-E-Bikes. Nach einer strategischen Neuausrichtung bezieht Rebike seine Fahrzeuge heute überwiegend aus dem Dienstrad-Leasing und arbeitet mit allen führenden Leasinganbietern in Deutschland zusammen. Den Vertrieb organisiert das Startup online und stationär.

Gründer bleiben an Bord

Im Zuge der Übernahme veräußerten die Gründer ihre Anteile, führen Rebike aber weiterhin als Geschäftsführer. Das Management-Team setzt seine Arbeit in unveränderten Funktionen fort. Rebike bleibt ein eigenständiges Unternehmen mit eigener Marke und operativer Struktur. Das Startup bringt seine Expertise in der Aufbereitung, in digitalen industriellen Prozessen und im Management der gesamten Wertschöpfungskette ein.

Franck Vigo, CEO von Decathlon Pulse, ordnet den Schritt ein:

„Die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an Rebike Mobility ist ein natürlicher nächster Schritt in einer Partnerschaft, die auf gemeinsamen Überzeugungen und Werten basiert. Wir sind stolz auf den bisher gemeinsam zurückgelegten Weg und auf die Wirkung, die Rebike bereits in großem Maßstab erzielt. Die Partnerschaft unterstreicht unseren Anspruch, starke unternehmerische Teams zu unterstützen und Kreislaufmobilität zu einer nachhaltigen Lösung für Europa zu machen.“

Shop-in-Shop als Wachstumstreiber

Bereits seit rund eineinhalb Jahren arbeiten Rebike und Decathlon eng zusammen. In dieser Zeit testeten sie ein Shop-in-Shop-Konzept mit eigenen Rebike-Verkaufsflächen in Decathlon-Filialen. In Deutschland existieren mehrere Standorte, weitere Eröffnungen sind geplant. Perspektivisch wollen beide Partner das Modell auch international ausrollen. Ziel bleibt es, den Zugang zu generalüberholten E-Bikes zu erleichtern und neue Kundensegmente zu erreichen.

Thomas Bernik, Mitgründer und CEO von Rebike Mobility, sagt:

„Mit dieser erweiterten, strategischen Partnerschaft verbinden wir unsere Expertise in den Bereichen Recommerce und refurbished E-Bikes mit Decathlons Reichweite, Retail-Expertise und globaler Präsenz. So schaffen wir gemeinsam ein nachhaltiges, kundenorientiertes Multichannel-Angebot, das neue Zielgruppen erschließt, Servicequalität garantiert und gleichzeitig den wirtschaftlichen Erfolg beider Marken stärkt. Wir danken unseren Investoren, Alt-Gesellschaftern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diesen großen Erfolg. Wir freuen uns über diesen Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte und die weitere Zusammenarbeit mit dem Decathlon-Team in Deutschland und nachfolgend in anderen Ländern.“

Auch Arnaud Sauret, CEO von Decathlon Deutschland, betont die strategische Dimension:

„Unsere Partnerschaft mit Rebike Mobility zeigt, was möglich ist, wenn gemeinsame Werte, Expertise und Vision zusammenkommen. Aufbauend auf Rebike Mobilitys nachweislicher Erfolgsgeschichte im Bereich generalüberholter E-Bikes verbessern wir das Einkaufserlebnis in unseren Filialen, erweitern den Zugang zu nachhaltiger Mobilität und erschließen neue Kundensegmente. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Kreislaufwirtschaft zu einem festen Bestandteil des Sporteinzelhandels zu machen und zugleich unseren Kunden innovative, hochwertige Lösungen zu bieten.“

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