Munich Startup
Inplanet erhält 1,2 Millionen Euro für atmosphärische CO2-Entfernung

Inplanet erhält 1,2 Millionen Euro für atmosphärische CO2-Entfernung

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

23. Januar 2023

2 Min. Lesezeit

Mit seiner Technologie stützt sich Inplanet auf einen natürlichen Prozess, bei dem Silikatgestein verwittert. Hierbei reagieren die Silikate mit Wasser und CO2, wodurch gelöste Bikarbonate entstehen. Diese werden über Grundwasser und Flüsse in die Ozeane gespült, wo sie kohlenstoffreiche Sedimente bilden. Inplanet nutzt und beschleunigt diesen Prozess, indem das Startup gezielt passendes Gesteinsmehl auf Äckern in Tropenregionen ausbringt, wo die Witterungsbedingungen für den Prozess am besten geeignet sind. Dies bezeichnet das Unternehmen als Enhanced Rock Weathering (ERW).

Neben der Entfernung von atmosphärischem CO2 bringt diese Methode einen weiteren Vorteil: Die in dem Prozess entstehenden Bikarbonate regenerieren den tropischen Boden und düngen die Felder. Dadurch können die Bauern den Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden verringern.

Nun konnte das Startup seine Pre-Seed-Runde mit 1,2 Millionen Euro abschließen, womit die Finanzierung sogar überzeichnet wurde. Das Geld stammt von Carbon Removal Partners, Übermorgen Ventures, Trellis Road, Katapult VC und der Carbon Drawdown Initiative. Gefördert wurde Inplanet unter anderem durch den EIT ClimateKIC als Teilnehmer am ClimAccelerator. Außerdem war das Startup Teil des Batch 2022 von Frontier, einer Advance Market Commitment.

Inplanet will in diesem Jahr 10.000 Tonnen CO2 binden

Felix Harteneck, CEO and Co-Founder von Inplanet, sagt:

„Wir sind dankbar für die Unterstützung unserer Pre-Seed-Investoren und freuen uns darauf, mit der Finanzierung unser derzeitiges Team zu vergrößern. Im Jahr 2023 planen wir, 50.000 Tonnen Gesteinsmehl auszubringen, um 10.000 Tonnen CO2 zu entfernen. Dies wird es uns ermöglichen, einzigartige und wissenschaftlich wertvolle Daten zu generieren, um den Verwitterungsprozess in den Tropen noch besser zu verstehen.“

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