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Interloom erhält 14,2 Millionen Euro

Interloom erhält 14,2 Millionen Euro

Saskia Doll

Saskia Doll

26. März 2026

2 Min. Lesezeit

Das KI-Startup Interloom sichert sich 14,2 Millionen Euro (16,5 Millionen US-Dollar) in einer Seed-Finanzierungsrunde. DN Capital führt die Runde an, zudem beteiligen sich Bek Ventures sowie Bestandsinvestor Air Street Capital. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform, die Expertenwissen erfasst und für KI-Agenten nutzbar macht.

Viele Unternehmen stehen vor einer zentralen Herausforderung: KI-Agenten fehlt der Zugang zu praktischem Wissen aus dem Arbeitsalltag. Genau hier setzt Interloom an. Die Plattform verarbeitet reale Fälle aus dem Unternehmensbetrieb und macht implizites Wissen dauerhaft verfügbar. Nach Angaben des Startups nutzen KundInnen wie Zurich Insurance, JLL und Fiege diese Technologie bereits, um operative Prozesse zu verbessern.

KI trifft auf operatives Erfahrungswissen

Ein Großteil der unternehmensrelevanten Entscheidungen bleibt bislang undokumentiert. Interloom adressiert diese Lücke gezielt und schafft eine Art kollektives Gedächtnis. BetriebsexpertInnen lösen komplexe Probleme gemeinsam mit KI, während die Plattform die gewonnenen Erkenntnisse systematisch speichert und zugänglich macht.

Im Zentrum steht der sogenannte Context Graph, der Entscheidungen und Abläufe kontinuierlich abbildet. Dieses Modell ermöglicht es, Prozesse auf Basis realer Erfahrungen zu automatisieren. Statt statischer Dokumentationen greift die KI auf dynamisches, kontextbasiertes Wissen zurück.

„Unsere Erfahrungen mit KI-Agentenplattformen für Unternehmen wie Cognigy haben uns gezeigt, wie wichtig der Kontext ist. Ein Agent ist nur so gut wie das spezifische Wissen, auf das er zurückgreifen kann. Das Problem ist, dass der Kontext dynamisch und nur unzureichend dokumentiert ist und in den täglichen Entscheidungen der Fachkräfte an vorderster Front verankert ist. Interloom hat sich dadurch hervorgetan, dass es einen unternehmensweiten Kontextgraphen entwickelt hat, der kontinuierlich reale Entscheidungen und die tatsächlichen Abläufe in Organisationen erfasst“,

so Guy Ward Thomas, Partner, DN Capital.

Auch Interloom selbst betont die Bedeutung dieser Wissensbasis für den Einsatz von KI in Unternehmen. Fabian Jakobi, Gründer und CEO von Interloom, erklärt:

„KI-Agenten rücken rasch an die Front, aber ohne das spezifische Unternehmensgedächtnis eines Unternehmens werden sie weder die Antworten noch die Fähigkeit haben, irgendetwas zu automatisieren. Wir stützen ihre Entscheidungen auf erfolgreiche Lösungen aus der Vergangenheit und stellen so sicher, dass ihre Arbeit von echter operativer Erfahrung geleitet und durch fachkundige Aufsicht gesteuert wird, wodurch ein Gedächtnis entsteht, das für immer im Unternehmen verbleibt.“

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